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Sicher die häufigsten Schädlinge an Palmen, besonders im Innenbereich und unter Glas sind Spinnmilben. Sie sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und bewohnen, wie Thripse, die Blattunterseiten, wo sie ein ähnliches Schadbild und feine Gespinste erzeugen. Genau wie die Insekten treten sie besonders bei Lufttrockenheit auf.
Eine andere Möglichkeit für kleinere Pflanzen,
allerdings nur bei geringem Befall erfolgreich, ist die Pflanze in einen
Folienbeutel zu stecken und so an einem absonnigen Platz einige Wochen
zu halten. Unter der Folie herrscht hohe Luftfeuchtigkeit die den Milben
gar nicht gefällt. Ähnliches gilt für Pilzbefall. Pilze sind Parasiten die vor allem unter ungünstigen Bedingungen und an geschwächten oder beschädigten Pflanzen auftreten. Geringe Luftbewegung, Tropfwasser und hohe Luftfeuchte begünstigen sie. Es kann bei empfindlichen Arten zu Blattschäden oder sogar Herzfäule kommen. Ein übermäßig feuchtes, schlecht drainiertes Substrat kann Pilzbefall im Wurzelbereich hervorrufen.
Zur Unterstützung kann, besonders bei Herzfäule auch ein Fungizid appliziert werden. In vielen Fällen läßt sich die Pflanze damit retten. Bei wertvollen Pflanzen lohnt es rechtzeitig einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Auch ohne Parasitenbefall kann eine Pflanze gelegentlich Schäden zeigen, die aus Kulturfehlern resultieren, z.B. Trocken- oder Nässeschäden, Hitze- oder Kältestress und Frostschäden, Nährstoffmangel, Lichtmangel oder Sonnenbrand u.ä. Sind keine Schädlinge festzustellen, dann sollten sehr genau alle Kulturbedingungen überprüft und nach Möglichkeit ein günstigerer Standort gewählt werden.
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