|
1) Arten, die mit geringen Wintertemperaturen zufrieden
sind, Kurz als Kalt-, Temperiert- und Warmhausarten gekennzeichnet. Die Arten, die unter die ersten beiden Bereiche fallen, sind in Mitteleuropa recht problemlos zu halten. Ihnen genügen die hiesigen Sommertemperaturen - die in der obigen Unterteilung nur am Rande Berücksichtigung finden - zu zufriedenstellendem Wachstum aus. Viele der volltropischen Arten dagegen sind wegen Ihrer hohen Temperaturansprüche nur in einem warmen Gewächshaus, Wintergarten oder Blumenfenster wirklich erfolgreich.
Anders als bei den Mitteltemperaturen ist die Toleranz
einer Art gegen Frosttemperaturen von zahlreichen Faktoren abhängig
und entsprechend variabel.
Allgemein wichtig für die Frosttoleranz einer einzelnen Pflanze sind neben der Dauer und Stärke der Fröste auch das vorausgegangene Wettergeschehen, ihr Standort und Zustand. Leider lassen sich zu diesen Faktoren kaum reproduzierbare Angaben machen. Die einzelnen Teile einer Palme weisen unterschiedliche Frostverträglichkeiten auf. Frostschäden machen sich zuerst an den Blattspitzen bemerkbar, wenn die Pflanze noch im Wachstum ist, trifft es jedoch vor allem die jungen Blätter. Der wichtigste Teil der Palme, daß Wachstumszentrum, verträgt den stärksten Frost. Es kann auch Temperaturen überleben, die weit unter den angegebenen Werten liegen und bei denen die entwickelten Blätter bereits absterben. Eine Palme die durch Frost alle Blätter verliert hat also gute Chancen sich wieder völlig zu regenerieren, selbst dann wenn der Mitteltrieb schon geschädigt wurde. Nach starken Frostschäden empfiehlt sich das entfernen aller abgestorbenen Blätter und eine Behandlung des Wachstumszentrums mit pilz- und bakterienhemmenden Mitteln (z.B. Chinosol, in Apotheken erhältlich). Der frostempfindlichste Teil einer Palme ist das Wurzelsystem. Bei Palmen im Freien sollte daher, auch um Frosttrocknis vorzubeugen, der Boden im Herbst gut gemulcht werden.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||