Schöner Urlaub + sehr schwere Krankheit = Horrortipp.
Meine Frau und ich waren an der Westküste der Vereinigten Staaten von Amerika im Urlaub. Zunächst ging noch alles Gut und wir konnten Sacramento und den Lassen Vulcanic Nationalpark mit seinen blubbernden Schwefeltöpfen geniessen. Dann habe ich festgestellt, dass die Eiweißausscheidung durch die Niere auf katalsophale Weise steigt. Gottseidank habe ich alle Medikamente die ich in den letzen 2 Jahren eingenommen hatte dabei. Den Craterlake Nationalpark (Vulkankrater mit tintenblauen See und einer Insel mit kleinen Vulkanberg und Krater, sehr schön) konnte ich noch geniesen, wenn auch mit großer Angst. Dann setzten meine beiden Nieren komplett aus und Wasser setzte sich in meinem Gewebe fest und das "Hochwasser" in mir stieg von Tag zu Tag. Die Angst kommt in Wellen, denn zu nächst wirkten die Medikamente nicht, obwohl ich Höchstdosen eingenommen hatte. Es gab nur noch eine Möglichkeit einfach zu Überleben und stake Entwässerungstabletten einzusetzen. Aber welche Dosies? Außerdem gab es eine Wechselwirkung zu einen anderen von mir eingenommenen Präperat zu beachten. Wie heißt es auf den Beipackzettel so schön: Fragen sie sich selbst oder beißen sie ins Gras. Jedenfalls habe ich es irgendwie geschafft und habe Überlebt. Der Urlaub war wie eine schöne blühende Rose, die man durch dichte Nebelschwarten sieht. Aber dennoch:
Für mich war als Palmenliebhaber die Washingtonia f. und r. die dort heimisch sind sehr interessant. Mich hat auch die Frage interessiert, wie weit nach Norden wächst sie. Wir sind von San Francisco bis zum Olympic Nationalpark (kalter Regenwald mit 5000mm Jahresniederschlag und gewaltigen Bartflechten am Geäst der Bäume und Sträucher) an der kanadischen Grenze gekommen (wenn auch in umgekehrter Reihenfolge). An der Küste war die Washingtonia in ganz Kalifornien und Südorigon zu sehen. Dannach wurde sie bis zur kanadischen Grenze, also in Origon und Waschington durch die Trachycarpus f. ersetzt. Die gesamte Küste ist nämlich im Winter frostfrei. Aber der Norden ist nur noch Sommermild. Ich vermute, dass die Trachycarpus f. auch an der kanadischen Westküste ausgepflanzt werden kann und zwar wahrscheinlich bis zur Grenze von Alaska. Als wir am Ende der Reise beim Redwoodforest Nationlpark an gekommen war, ging es mir wieder etwas besser und wir konnten die Straße der Giganten geniessen. Die Redwoods sind fantastische, gewaltige Bäume, dagegen wirken unsere uralten Eichen wie Sträucher. Man kommt sich mit dem Auto neben den uralten Redwoods wie ein Zwerg vor. Viele dieser Giganten sind ca.100 Meter hoch und damit so groß wie die Türme unserer Münchner Frauenkirche. Nach den Rückflug ging es mir wieder schlechter und deshalb schreibe ich jetzt erst.
Grüße aus München von Robby